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Erleuchtetes Europa bei Nacht aus dem Weltall betrachtet
Kursankündigung

Interoperabilität und Standardisierung in E-Government

Das Modul vermittelt Wissen und Kompetenzen für die Vernetzung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland und Europa.

Start
1. Quartal 2022
Umfang
150 Stunden

Überblick

Das Modul vermittelt Wissen und Kompetenzen der Vernetzung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland und Europa. Ausgangspunkt sind Interoperabilitätsrahmenwerke, Architekturbausteine und IT-Standards sowie weitere methodische Ansätze zur Sicherstellung rechtlicher, organisatorischer, semantischer und technischer Interoperabilität in der Gestaltung und Umsetzung von digitalen öffentlichen Leistungen. Beispiele von organisationsübergreifenden und interoperablen Lösungen im Bereich der elektronischen Beschaffung, der Registermodernisierung oder dem Online-Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen in Deutschland und Europa verdeutlichen den Aufbau und den Nutzen vernetzter Systemlandschaften und der darin verwendeten Interoperabilitätsbausteine unter Berücksichtigung rechtlicher Anforderungen.

Welche Inhalte erwarten mich?

  • Grundlagen von Interoperabilität und Standardisierung in der Vernetzung der öffentlichen Verwaltung mit anderen Akteuren (G2G, G2B, G2C)
  • Überblick über existierende Interoperabilitätsrahmenwerke und -architekturen in der EU und in Deutschland
  • Methoden, Werkzeuge und Modellierungssprachen zur Entwicklung und Umsetzung von Interoperabilitätsarchitekturen und -bausteinen sowie IT-Standards
  • Referenz- und Lösungsarchitekturen/-bausteinen für Interoperabilität anhand von Fallstudien aus Deutschland und Europa
  • Nutzen, Anwendbarkeit und Grenzen von Interoperabilitätsarchitekturen und -bausteinen zur Sicherstellung von Interoperabilität in vernetzten Verwaltungsstrukturen in Deutschland und Europa

Was werde ich erreichen?

  • Verständnis über Interoperabilität als Konzept und als essenzielle Grundlage in vernetzten digitalen Verwaltungsstrukturen
  • Verständnis hinsichtlich Interoperabilität auf verschiedenen Abstraktionsebenen und bezüglich Sichten auf organisationübergreifende Systemlandschaften
  • Kenntnisse über Interoperabilitätsrahmenwerke, -architekturen und -bausteine
  • Kompetenzen im Umgang mit Architekturbausteinen zur Sicherstellung von Interoperabilität im Aufbau von vernetzten Verwaltungsdienstleistungen
  • Methodische Fähigkeiten zur Erarbeitung und Anwendung von Interoperabilitätsarchitekturen & -bausteinen, Schnittstellen und IT-Standards
  • Einblick in aktuelle Anwendungsbeispiele organisationsübergreifender Verwaltungsdienstleistungen im deutschen und europäischen Kontext anhand von Fallstudien
  • Kritische Beurteilung von Nutzen und Herausforderungen der Interoperabilität in digitalen und vernetzten Verwaltungsdienstleistungen in Deutschland und Europa

Welche Voraussetzungen benötige ich?

Schlüsselgruppe des gehobenen Dienstes mit einer Qualifizierung durch einen Bachelor (bspw. in den Verwaltungswissenschaften, Verwaltungsinformatik, Wirtschaftsinformatik, BWL oder vergleichbare Studiengänge, dies wird in Form von Einzelfallentscheidungen geprüft). Ein substanzielles Grundverständnis für Informationssystemgestaltung und für IT-Systemarchitekturen wird vorausgesetzt (z.B. Veranstaltungen zu Systemanalyse / Modellierung betrieblicher Informationssysteme / IT-Architekturen oder Selbststudium dieser Kompetenzen). Zum Aufbau entsprechender Kompetenzen wir die vorherige Teilnahme am Modul „IT-Architekturrahmenwerke und -konzepte des öffentlichen Sektors“ empfohlen.

Wer bietet diesen Kurs an?

Lehrende
Bild von Prof. Dr. Maria A. Wimmer
Prof. Dr. Maria A. Wimmer
Universität Koblenz-Landau, Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik
Foto Ansgar Mondorf
Ansgar Mondorf
Universität Koblenz-Landau, Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik